2025; ~15min. Videoloop; Handy & Kopfhörer

Die Arbeit zeigt Handyaufnahmen von Teilnehmenden an propalästinensischen
Demonstrationen, deren Klang mit einem Filter, der bestimmte Frequenzen
hervorhebt zu einem unangenehmen dissonanten Akkord umgewandelt wird.
Dabei ist die Intensität dieser Veränderung abhängig von dem von Demonstrierenden
eingenommenen Bildanteil.


Die Darstellung dieser Demonstrationen als antisemitische, gewaltvolle
Veranstaltungen, die jegliche Polizeigewalt nicht nur provozieren sondern
rechtfertigen, wird hier auf rein akustischer Ebene verarbeitet, wobei das
Bild unkenntlich gemacht wird um die Identitäten aller gezeigten zu schützen.

Die Arbeit entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit der Klasse Czech
mit Augustin Maurs, zu dem Thema „Wolfstöne“.
Sie ist inspiriert in Teilen vom Wolf von Ansbach; Eine Geschichte, in der
Bürger einem korrupten Bürgermeister das Gesicht eines zuvor getöteten
Wolfs überstülpten um ihn so zu entmenschlichen. Aber auch um die
Realität, das ihnen ein Mensch, eine Regierungsinstanz der sie vertrauten
Unheil angetan hat, zu verschleiern.


So wird hier nicht nur den Protestierenden eine Wolfsmaske aufgesetzt,
sondern ebenso den gewaltvollen Polizist*innen und hetzenden Regierenden/
Medien.